Tablet, wlan und Geld vom Bund

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Nachdem die Bildungsmilliarden vom Bund freigegeben wurden, durfte ich an einer Livedebatte zu diesem Thema teilnehmen.

Investitionen in Schulen begrüße ich natürlich, allerdings ist es wohl ähnlich wie bei den Tarifverhandlungen, eine Einmalzahlungen ist gut, eine regelmäßige Budgetierung besser. So sind wir in Bayern mit dem Digitalpakt gut aufgestellt, da wir über mehrere Jahre hinweg Zahlungen als Schule erhalten. Allerdings ist es mit der einmaligen Anschaffung von Geräten nicht getan, denn es gibt noch weitere genau so wichtige Posten.

1. Die Lehrerbildung:

Entscheidend für den sinnvollen Einsatz ist, dass die Lehrkräfte entsprechend ausgebildet sind. Die Lehrerschaft ist auf diesem Gebiet wohl eine der homogensten Gruppen. Es gibt Kollegen mit weniger Erfahrung und welche die bereits sehr sicher mit diesen Geräten umgehen und sie regelmäßig einsetzen.

Jedoch geht es bei digitaler Bildung nicht nur um den Einsatz von Geräten, sondern auch um die Vermittlung wichtiger Grundlagen für die Schüler. Etwa wie bewege ich mich sicher in den sozialen Netzwerken ohne Gefahren ausgesetzt und zu viel Privatsphäre preiszugeben. 

2. Instandhaltung:

Immer mehr Geräte erfordern einen immer größeren Aufwand für die Systemadministration. Wie jede gut organisierte Firma muss auch eine Schule bei Neuanschaffungen folgende Punkte beachten. Kann ich diese auch ersetzen, wenn sie defekt sind? Kann die durschnittliche Anzahl an Störungen mit Hilfe der vorhandenen Ressourcen zeitnah beseitigt werden?

3. Infrastruktur:

Für den zeitgemäßen Einsatz von digitalen Geräten wie Handys oder Tablets im Unterricht wird eine angemessene Infrastruktur benötigt. Das bedeutet es muss eine der Schulgröße angepasste Internetbandbreite vorhanden sein und nach meiner Meinung auch gebäudeübergreifendes Wlan. Dabei sollte es ein schuleigenen wlan sein, so dass sich die Geräte im gleichen Subnetz befinden, um Daten auszutauschen ohne dafür den Umweg über das World Wide Web zu gehen. 

Fazit:

Es ist spürbar, dass sich was bewegt in Sachen Digitaler Bildung und der Ausstattung der Schulen. Dabei sollte jedoch stets nicht vergessen werden, dass jedes Werkzeug und Gerät nur so wirkungsvoll sein kann, wie  derjenige, der es benutzt. Erste Projekte dazu sind angelaufen und ich hoffe, dass in der öffentlichen Diskussion weniger von Geräten und mehr von den Menschen gesprochen wird.

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