Digitale Medien in der Schulaufgabenphase

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Hier will ich euch eine Möglichkeit für den Einsatz von digitalen Medien im Mathematikunterricht am Beispiel einer Schulaufgabenvorbereitung darlegen. Sie hat nicht den Anspruch, den Mathematikunterricht neu zu definieren.

Ausgangssituation: 9. Klasse, Themen: Lineare Gleichungssysteme, Zentrische Streckung, Vierstreckensatz

1. Schulaufgabenerstellung:

 

Das Problem besteht oft darin eigene Aufgaben mit relativ geringem Arbeitsaufwand zu erstellen. Die erste Möglichkeit liefert dabei geogebra. Da die Lösung von linearen Gleichungssysteme zugleich der Schnittpunkt der beiden zugehörigen Geraden ist, kann man selbst ausgedachte Gleichungssysteme parallel zur Erstellung mit geogebra prüfen und anpassen. Das einfachste ist ein Zweifenstermodus. Auf der linken Seite das Textprogramm mit dem Schulaufgabenentwurf und auf der rechten Seite in geogebra die entsprechenden Geraden dazu. Schon sieht man ob ein sehr exotischer Punkt herauskommt und sich die Geraden schneiden. Zusätzlich kann auch noch graspable math genutzt werden, um schnell Umformungen durchzuführen.

2. Wiederholungsstunde

Neben der gezielten Wiederholung durch den Lehrer stehen oft Fragen und Aufgaben im Mittelpunkt, die von Schülerseite kommen. Diese können teilweise an der Tafel gelöst oder gezeigt werden. Eine Zeitersparnis, die trotzdem eine angemessene Veranschaulichung ermöglicht, sind dabei wieder die oben genannten Programme. Eine zentrische Streckung und deren Konstruktion ist mit geogebra schnell mal gezeigt. Dazu sollte man auch immer ein transparentes Geodreieck parat haben in digitaler Form.

Das Umformen von Linearen Gleichungssystemen kann auch mit Hilfe von graspable math gut gezeigt werden. Dabei können vor allem Varianten schnell gegenübergestellt werden. Diese Methode ersetzt nicht das ausführliche Berechnen, aber es bietet die Gelegenheit die verschiedenen Lösungsverfahren schnell zu vergleichen. Das ist meines Erachtens beim Wiederholen wichtiger als das konkrete und detaillierte rechnen, da die Zeit dafür zu knapp ist.

Zusammenfassung:

Für mich stellen diese Möglichkeiten eine große Erleichterung dar. Dadurch kann ich mich bei meiner Aufgabenstellung auf andere Schwerpunkte konzentrieren und neue Anwendungen ausdenken. Was die Wiederholungsstunde betrifft, so habe ich das Gefühl, dass mir die neue Methode Freiheiten verschafft, die den Schülern zu Gute kommt. Dabei ist der Umfang abhängig vom Thema. Im Falle der 9. Klasse hatte zumindest ich das Gefühl, dass es eine harmonische und abgerundete Stunde war. Auch die Schulaufgabenerstellung fiel mir deutlich leichter.

 

 

 

 

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